Die hohe Kunst des hybriden Projektmanagements

06.05.2019 -

Am 12. April haben sich 25 Teilnehmende in unserem Hause auf dem Consensa-Forum genau diesen Fragen gestellt. Einen Tag lang wurden wertvolle Erfahrungen geteilt, Methoden kritisch hinterfragt und diskutiert. Nach intensiven Stunden können wir die folgenden drei Punkte festhalten:

1.  Hybrides PM funktioniert!

An Beispielen aus der Praxis konnten sich die Teilnehmenden auf eine lebendige und praxisnahe Schatzsuche der Erfolgsfaktoren hybrider Vorgehensmodelle begeben. Vier verschiedene Projekte wurden dafür genauer unter die Lupe genommen und auf Herz und Nieren geprüft. Es zeigte sich, dass es in der Praxis gut funktioniert, Methoden aus dem klassischen und agilen PM zu kombinieren.

Um für ein Projekt eine passende hybride Vorgehensweise zu finden, wurden hilfreiche Fragen konzipiert. Hierbei lag der Fokus auf: Wo bewege ich mich? Was brauche ich und was limitiert mich gegebenenfalls? Klar wurde, dass es für hybride Projekte keinen generellen Ansatz gibt, der immer Anwendung finden kann. Dies spiegelt sich in der zweiten Erkenntnis wieder:

2.  Es gibt kein „One-Size-Fits-All“

Jedes Projekt benötigt eine passgenaue Lösung. Dafür gilt es die Herausforderungen, die im Projekt liegen, genau zu untersuchen und zu analysieren was wirklich gebraucht wird. Denn schnell sind Ideen oder Entscheidungen im Raum, komplett agil zu arbeiten oder bestimmte Methoden anzuwenden. Dafür ist wichtig, die dritte Erkenntnis zu beherzigen:

3.  Bei der Entwicklung von hybriden Vorgehensmodellen muss von der Funktion her gedacht werden!

Ein individuell angepasstes hybrides Vorgehen im Projekt ist keine (wilde) Mischung aller möglichen Optionen und Methoden, die man anwenden will oder soll, sondern Ergebnis der Einschätzung, was für den Erfolg des Projektes notwendig ist. Alle Projektmanagement-Elemente erfüllen eine Funktion. Nur über die Funktion können wir beurteilen welche Elemente, welche Methode oder auch ob eine komplette Struktur benötig wird, um hybrid erfolgreich zum Ziel zu kommen.

Individuelle hybride Vorgehensweisen entwickeln klingt anstrengend? Ob sich das lohnt? Die Antwort im Abschluss des Forums kam ohne groß darüber nachzudenken „Nettere Kollegen, viel mehr Spaß und man rennt nicht mehr den ganzen Tag mit einem Projektplan herum und kontrolliert!“

Oder eben auch in kurz: Hybrid? Läuft!