Prozessmodell zur EntscheidungsfindungIn Projekten werden ständig Entscheidungen getroffen. Entscheidungen, die
In vielen, vor allem organisationsinternen Projekten, ist die Zusammenarbeit und die Verantwortung zwischen dem Projektteam und seinen Entscheidern überhaupt nicht oder nur unzureichend geklärt. Immer wieder ist Hauptzweck der Präsentation bei den Entscheidern, sich als Projekt so gut wie möglich darzustellen und über vorhandene Probleme Stillschweigen zu bewahren. In einer solchen Kultur ist die gewünschte Synergie nicht zu erreichen. Das Wissen und die Kompetenz der Entscheider kann so für einen gemeinsamen Fortschritt nicht genutzt werden. Entscheidungen, die im Projektverlauf vom Projektteam und von Entscheidern getroffenen werden, sind für andere oft schwer nachvollziehbar. Sie wirken oftmals irrational. Es scheint so, als gäbe es immer wieder für das Projekt ungünstige Entscheidungen, die "aus dem Bauch heraus" oder auf Grund bestimmter Machtverhältnisse entstehen. Mit dem Prozessmodell zur Entscheidungsfindung wollen wir Ihnen ein Modell vorstellen, daß dazu dient, den Entscheidungsprozess zu rationalisieren und für alle Beteiligten transparent und nachvollziehbar zu machen. Dies trägt zu einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Projektteam und Entscheidern bei. Wie gehen wir vor Das Modell dient als Orientierungsrahmen und roter Faden für die Aufbereitung von Entscheidungsgrundlagen und zur Moderation von Entscheidungsprozessen in einer Gruppe. Prozessmodell zur Entscheidungsfindung
Ziel der Entscheidung festlegen: Analyse der Situation: Entscheidungskriterien festlegen: Lösungsideen entwickeln: Lösungsideen bewerten: Entscheidungen treffen: Handlungen verabreden: Entscheidung überprüfen: Worauf man achten sollte Das Prozessmodell zur Entscheidungsfindung ist ein sehr rationales Verfahren, bei dem die emotionalen Aspekte einer Entscheidung zu kurz kommen. Deshalb ist dieser Aspekt bei Themen mit hohem emotionalen Gehalt unbedingt in der Entscheidungsfindung zu berücksichtige. Dabei sollte über die emotionale Seite offen gesprochen werden und - wenn möglich - für alle beteiligten eine Win-Win-Situation hergestellt werden. Ist dies nicht möglich, sollten durch die Entscheidung herbeigeführten persönlichen Verletzungen oder Opfer nicht versachlicht oder bagatellisiert, sondern angemessen gewürdigt werden. Weitere Hinweise zum Entscheidungsprozess finden Sie im Buch von Frau Mayrshofer und Herrn Kröger S. 105 ff und S. 245 ff. Mayrshofer, Daniela / Kröger, Hubertus: Prozesskompetenz in der Projektarbeit: Ein Handbuch für Projektleiter, Prozessbegleiter und Berater. Mit vielen Praxisbeispielen. Windmühle, Hamburg 1999. |
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